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	<title>Medizinische Hilfe Bolivien e.V.</title>
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		<title>Kampagne gegen Dengue Fieber 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 14:25:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie im letzten Jahr führen wir auch 2010 eine Kampagne zur Bekämpfung des Dengue Fiebers durch. Zwar gibt es bisher keine Epidemie wie im letzten Jahr, dennoch wollen wir mit präventiven Maßnahmen vorbeugen.
Auf Anregung unseres Vereinsarztes Dr. Romer Handy Quispe Choque organisiert der Verein in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus, der Gemeindeverwaltung und der örtlichen Schule [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie im letzten Jahr führen wir auch 2010 eine Kampagne zur Bekämpfung des Dengue Fiebers durch. Zwar gibt es bisher keine Epidemie wie im letzten Jahr, dennoch wollen wir mit präventiven Maßnahmen vorbeugen.</p>
<p>Auf Anregung unseres Vereinsarztes Dr. Romer Handy Quispe Choque organisiert der Verein in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus, der Gemeindeverwaltung und der örtlichen Schule eine groß angelegte Reinigungskampagne.</p>
<p>Mehrere Gruppen von Schülern unter Leitung eines Arztes oder einer Krankenschwester gehen von Haus zu Haus um die Brutstätten der Mücken ausfindig zu machen und zu zerstören.</p>
<p>Drei vom Verein bezahlte LKW fahren den ganzen Tag durchs Dorf und sammeln alte Reifen, Flaschen und sonstige Gefäße ein, in denen sich Wasser sammeln kann und die zu einer potentiellen Brutstätte werden könnten.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-467" title="DSC_0074" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSC_0074-300x200.jpg" alt="DSC_0074" width="300" height="200" /></p>
<p>Parallel dazu werden Informationsplakate vom Gesundheitsministerium im ganzen Ort aufgehängt um die Bevölkerung  über die Ausbreitung und die Vermeidung von Dengue zu informieren.</p>
<p>Das Fazit dieses Tages sind um die 80 freiwillige Helfer, 8 Ärzte, 3 LKW, ca. 40m³ Müll, mehr als 40 alte Reifen und ein sauberes Dorf ohne Brutstätten für Mücken.</p>
<p>Wir bedanken uns bei allen Helfern und Spendern für Ihre Hilfe und sind sicher, dass es in diesem Jahr zu keiner Dengue Epidemie hier im Amazonas von Bolivien kommen wird.</p>
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		<title>Schulkinder besuchen Krankenhaus</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 14:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder kennt den beschwerlichen Weg zum Arzt mit seinem Kind. Sie haben Angst vor dem Doktor, weinen und befürchten eine Spritze. Diese Angst wollten wir den Kindern der  1.Klasse der Jose Manuel Pando Schule von San Buenaventura mit einem Krankenhausbesuch nehmen.
23 Schulkinder warten ungeduldig vor dem Hospital und sind ganz gespannt was da drin gleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder kennt den beschwerlichen Weg zum Arzt mit seinem Kind. Sie haben Angst vor dem Doktor, weinen und befürchten eine Spritze. Diese Angst wollten wir den Kindern der  1.Klasse der Jose Manuel Pando Schule von San Buenaventura mit einem Krankenhausbesuch nehmen.</p>
<p>23 Schulkinder warten ungeduldig vor dem Hospital und sind ganz gespannt was da drin gleich passiert. Zusammen mit der deutschen Volontärin Leila Käflein laufen die Kinder Richtung Op, aber so einfach können wir dort nicht rein…Es fehlt doch noch die Verkleidung: Alle werden mit Op Hauben, Mundschutz und Handschuhen ausgestattet.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-460" title="DSC_0075" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSC_0075-300x200.jpg" alt="DSC_0075" width="300" height="200" /></p>
<p>Vereinsarzt Dr. Romer Handy Quispe erklärt den neugierigen 1.Klässlern den Geburtsraum und Op Saal. Danach werden alle weiteren Bereiche angeschaut, das Labor, der Ultraschall, Untersuchungsraum und  Schwesternzimmer wo sich alle Kinder mal wiegen und messen durften , Verbände werden ausprobiert und Blutdruckmessen wird zur richtigen Freude, jeder möchte einmal.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-461" title="DSC_0084" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSC_0084-300x200.jpg" alt="DSC_0084" width="300" height="200" /></p>
<p>Nach einem Rundgang gehen wir alle in den Versammlungsraum, denn der Besuch hat einen weiteren Hintergrund. Viele Kinder leiden unter Parasiten und werden heute vom Verein Medizinische Hilfe Bolivien e.V.  aufgeklärt und mit Medikamenten behandelt. Wir zeigen ihn einen kurzen Film über Parasiten und Dr. Romer Handy erklärt die Ursachen und  Prophylaxen. Danach werden 16 Kinder mit Medikamenten gegen Parasiten behandelt.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-464" title="DSC_0111" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSC_0111-300x200.jpg" alt="DSC_0111" width="300" height="200" /></p>
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		<title>Spendenübergabe eines Inkubators ans Krankenhaus</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 14:08:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 02. Oktober diesen Jahres erhielten wir einen Brief von Dr. Pedro Chavez dem Chef des Gesundheitssystems aus dem Landkreis Ballivian im Departamento Beni, mit der Anfrage nach einem Inkubator für das Krankenhaus im Ort Los Santos Reyes.
Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Dr. Chavez im Projekt Rio Quiquibey zusammen.
Aus dem Spendentransport Ende 2007 hatten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 02. Oktober diesen Jahres erhielten wir einen Brief von Dr. Pedro Chavez dem Chef des Gesundheitssystems aus dem Landkreis Ballivian im Departamento Beni, mit der Anfrage nach einem Inkubator für das Krankenhaus im Ort Los Santos Reyes.</p>
<p>Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Dr. Chavez im Projekt Rio Quiquibey zusammen.</p>
<p>Aus dem Spendentransport Ende 2007 hatten wir noch einen der vier Inkubatoren die wir von der DRK Kinderklinik Siegen gespendet bekommen haben übrig.</p>
<p>Nach einer Besichtigung des Krankenhauses und der Kontrolle ob der Inkubator sinnvoll in Reyes eingesetzt werden kann, haben wir Dr. Chavez einige Tage später nach San Buenaventura in unser Büro eingeladen. Nach kurzer Besprechung der Formalitäten konnten wir den Inkubator am gleichen Tag mit dem Krankenwagen von San Buenaventura nach Reyes transportieren.</p>
<p>Für Freitag den 10. Oktober wurde der Termin für die offizielle Übergabe und Einweisung des Personals vor Ort vereinbart.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-453" title="DSC_0224" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSC_0224-300x200.jpg" alt="DSC_0224" width="300" height="200" /></p>
<p> </p>
<p>Nach der Übergabe an die Direktorin des Krankenhauses Fr. Dr. Ruth Torres Iglesias und Dr. Pedro Chavez Sorioco fand dann eine Einweisung in Betrieb und Wartung des Gerätes statt.</p>
<p> </p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-455" title="DSC_0191" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSC_0191-300x200.jpg" alt="DSC_0191" width="300" height="200" /></p>
<p>Das Krankenhaus Reyes verfügt über neun Betten, einen kleinen Operationsraum, Geburtenraum, Röntgen und ein kleines Labor. Wie in den meisten anderen Krankenhäusern der Region fehlt es auch hier an Geräten und Material. Wir haben den Besuch gleichzeitig für eine Inventur und genauere Analyse genutzt und hoffen hier mit dem nächsten Spendentransport weiter helfen zu können.</p>
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		<title>Wasserfilter für Copacabana</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 13:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Copacabana ist ein kleines Dorf am Fluss Beni. Dort leben gerade mal 3 Familien mit 19 Kindern. Die Dorfbewohner leben vom Fischfang und ihrer Ernte. Medizinische Hilfe Bolivien e.V. hat die Dorfbewohner besucht und stellte fest, dass die Mehrzahl der Kinder und Erwachsenen an Durchfallerkrankungen, Parasiten und Erbrechen litten. Der Grund dafür ist die einzige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Copacabana ist ein kleines Dorf am Fluss Beni. Dort leben gerade mal 3 Familien mit 19 Kindern. Die Dorfbewohner leben vom Fischfang und ihrer Ernte. Medizinische Hilfe Bolivien e.V. hat die Dorfbewohner besucht und stellte fest, dass die Mehrzahl der Kinder und Erwachsenen an Durchfallerkrankungen, Parasiten und Erbrechen litten. Der Grund dafür ist die einzige Wasserquelle des Dorfes, der Fluss Beni. Mit diesem verschlammten und kontaminierten Wasser kochen die Bewohner von Copacabana ihr Essen und nutzen es ebenfalls als Trinkwasser.</p>
<p style="text-align: left;">Wasserleitungen, Brunnen oder klare Quellen existieren nicht, aber mit Wasserfiltern kann den Kindern so mancher Parasit erspart bleiben.<br />
<img class="alignright size-medium wp-image-447" title="DSC_0377" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSC_0377-300x200.jpg" alt="DSC_0377" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: left;">Medizinische Hilfe Bolivien e.V. spendeten an den Ortsvorsteher von Copacabana zwei einfache Kohlefilter für seine Gemeinde und trägt somit an der Verbesserung der Gesundheitslage der Dorfbewohner bei.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
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		<title>Bericht Volontärin Inga Knörck</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 14:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volontariat-Berichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Frage musste sich unsere Volontärin Inga Knörck aus Kiel von Ihren Studienkollegen an der Zahnmedizinischen Hochschule immer wieder stellen lassen.
Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen bei großen Organisationen, kam sie an unseren Verein Medizinische Hilfe Bolivien e.V.
Als angehende Zahnärztin im 9. Semester konnten wir ihr einen Platz in unserer 2008 gebauten Zahnarztpraxis in San Buenaventura anbieten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage musste sich unsere Volontärin Inga Knörck aus Kiel von Ihren Studienkollegen an der Zahnmedizinischen Hochschule immer wieder stellen lassen.</p>
<p>Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen bei großen Organisationen, kam sie an unseren Verein Medizinische Hilfe Bolivien e.V.</p>
<p>Als angehende Zahnärztin im 9. Semester konnten wir ihr einen Platz in unserer 2008 gebauten Zahnarztpraxis in San Buenaventura anbieten. Einziges Problem – Inga sprach kein Spanisch.</p>
<p>Beim ersten persönlichen Treffen haben wir uns dann aber schnell von ihrer Motivation und dem Leuchten in ihren Augen anstecken lassen. Ihr Vorschlag, neben den Spanischstunden in Deutschland auch noch zwei Wochen Intensivkurs in einer bolivianischen Sprachschule in La Paz zu absolvieren hat uns dann endgültig überzeugt.</p>
<p>Im August nach zwei Wochen Sprachschule in La Paz ging es dann wie geplant weiter nach San Buenaventura.</p>
<p>Ihren ersten Eindruck von San Buenaventura beschreibt Inga so:</p>
<p> </p>
<div id="attachment_425" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-425 " src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSCF1710-300x225.jpg" alt="Volontärin Inga Knörck und Dr. Jose Manuel Artieda bei der Behandlung in der Zahnarztpraxis in San Buenaventura" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Volontärin Inga Knörck und Dr. Jose Manuel Artieda bei der Behandlung in der Zahnarztpraxis in San Buenaventura</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em>„…Was für ein Unterschied zum quirligen, lauten und hektischen La Paz! Die Strassen  breit und leer, bis auf zahlreiche Hunde und einige Motorräder, die ganze Familien transportieren, die Häuser zum Teil aus Holz und mit Palmblättern gedeckt, so richtig wie man sich ¨Dschungelhütten¨ vorstellt, auch hier gibt es Berge, die sind aber meist kaum zu sehen, da die Luftfeuchtigkeit so hoch ist, dass sie im Nebel verschwinden. Die Menschen sind viel freundlicher und neugieriger, man merkt halt, dass man nicht mehr in der Großstadt ist.“… „alle kommen freundlich auf mich zu, die Kinder starren mich an was ich durchaus verstehen kann“…</em></p>
<p> </p>
<p>Der Verein Medizinische Hilfe Bolivien e.V. hat neben der Organisation auch die Unterkunft und Verpflegung von Inga übernommen. Untergebracht war sie ganz in der Nähe der Zahnarztpraxis und um das leibliche Wohl hat sich Nadia, die Frau unseres Zahnarztes Dr Jose Manuel Artieda gekümmert.</p>
<p> </p>
<p><em>„…Mein zweiter Tag in San Buena begann morgens um halb neun mit Frühstück im Haus von José Manuel, danach gab es eine Einführung in die Praxis. Mein Erstaunen war groß, als ich feststellte wie gut José eingerichtet ist und wie hoch der Standard der Arbeiten ist. Da hab ich von Mitstudenten, die in Perú und Mexiko famuliert haben, ganz andere Dinge gehört. Ich wurde mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattet und los ging die Arbeit. War ich am Tag zuvor noch skeptisch was meine Zeit hier betrifft (vor allem als ich feststellte, dass mein Spanisch vorn und hinten nicht ausreichte um den Gesprächen der Menschen um mir herum nur annähernd zu folgen), so war der Moment, in dem ich einen Spiegel und Sauger in die Hand nahm, wie nach Hause kommen. Josés Art zu arbeiten entspricht mehr oder weniger dem, was wir in Deutschland lernen, von daher gab es hier deutlich weniger</em></p>
<p><em>Verständigungsprobleme. Natürlich hab ich die Namen der Instrumente und Materialien  lernen müssen, und ich muss gestehen, dass ich immer noch nicht alle kann…“</em></p>
<p> </p>
<p>Neben der täglichen Arbeit in der Praxis stand Inga noch etwas ganz besonderes bevor.</p>
<p>Während der Dauer ihres Aufenthaltes stand eine medizinische Versorgungsfahrt auf dem Rio Beni an. In nördlicher Richtung sollte es mit dem Boot zu insgesamt vier Dörfern gehen um deren Bewohnern kostenlose medizinische und zahnmedizinische Behandlung anzubieten.</p>
<p>Aber Inga sollte nicht einfach nur zur Unterstützung von Jose Manuel mitfahren, sondern auch einmal selbst erleben wie schwer die Organisation einer solchen Versorgungsfahrt in Süd Amerika sein kann.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_429" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-429 " title="100_0248" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/100_0248-300x225.jpg" alt="Vorbereitung" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Vorbereitung für dieVersorgungsfahrt auf dem Rio Beni</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em>„…wir hatten grade ein Treffen im Rathaus um Zuschüsse zu beantragen, was leider nicht so richtig geklappt hat, da der zuständige Beamte neu ist und meint, er hätte kein Geld für uns. Schade. Man sollte doch meinen, dass die Gemeinde Gelder für solche Zwecke zur Verfügung stellt. Außerdem müssen die Medikamente, die mit auf die Reise sollen, katalogisiert und auf Haltbarkeit überprüft werden und die Gesamtkosten (Boot, Benzin, Verpflegung etc.) kalkuliert werden. Am 8.September geht es los, ich bin schon sehr gespannt…“</em></p>
<p> </p>
<p>Für das Team von AMEPBO, unserer Partnerorganisation, ist es eine „kleine“ Reise von nur vier bis sechs Tagen. Durch die Arbeit der letzten Jahre hat sich ein sehr gut funktionierendes Team aufeinander eingespielt. Die Probleme, wie sie jeder Reisevorbereitung entstehen, wie etwa &#8211; gibt es Benzin?  kommen die Medikamente rechtzeitig aus La Paz?  gibt es genug Lebensmittel? etc. konnten wie immer mit etwas Einfallsreichtum gelöst werden.</p>
<p>Für Inga allerdings stand eine Reise in eine neue und ihr unbekannte Welt bevor.</p>
<div id="attachment_433" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-433" title="DSCF1693" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/DSCF1693-300x216.jpg" alt="DSCF1693" width="300" height="216" /><p class="wp-caption-text">Das Team von AMEPBO mit Volontärin Inga Knörck (4 v.l.)</p></div>
<p style="text-align: center;"> </p>
<p>Tag 1, Río Beni und Villa Fatima</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„…Morgens um sieben geht es los, mit dem Roller zum Hafen, wo ein Teil der Mannschaft schon da ist, der Rest des Teams und die Ausrüstung trudeln mit der Zeit ein. Das Boot wird mit der medizinischen Ausrüstung, Wasser, Lebensmitteln, den Klamotten der zwölf Teilnehmer usw. bepackt und dann heißt es umparken, da das Boot mit dem ganzen Zeug und den dazugehörigen Menschen zuviel Tiefgang für diese Stelle hat. Glück für Dr. Vasquez, die so noch die Möglichkeit hat mit ins Boot zu steigen. So sind wir also dreizehn, die um neun Uhr die lange Fahrt nach Villa Fatima antreten. </em></p>
<p><em>Die Stimmung an Bord gleicht der einer Klassenfahrt, ausgelassen, aufgeregt und voller Erwartung. Die Gruppe scheint sich gut zu verstehen und auch ich werde sofort integriert und mit Fragen bestürmt, die ich zur allgemeinen Erheiterung nicht alle richtig verstehe… ist ja nichts Neues. Aber trotzdem fühle ich mich sofort wohl, die anderen lassen mir gar keine andere Möglichkeit, als mit rumzualbern…“ </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„…der Dschungel sieht aus, als hätte ihn noch nie ein Mensch betreten, auf den Baumstämmen am Ufer sonnen sich Schildkröten, überall sind Vögel zu sehen und zu hören, es riecht nach Sonne, Wasser und Pflanzen, kurzum ich versuche soviele Eindrücke wie möglich in mich aufzusaugen. Später dann sehen wir die ersten Palmdächer oder einfach nur aufgespannte Moskitonetze, zuerst dachte ich, das sind Fischer, die sich da tagsüber vor zuviel Sonne und Stichen schützen, bis mir Handy sagte, dass diese Menschen dort leben. Ohne Wasser, ohne Lebensinhalt ausser Fischen und auf den Fluss gucken. Was für ein Leben. Die “Reicheren” unter ihnen haben eine Kühltruhe auf dem Boot, für die sie wahrscheinlich ewig gespart haben.</em></p>
<p><em>Am frühen Abend erreichen wir dann Villa Fatima, wo wir schon erwartet werden und sich innerhalb von Minuten unzählige Kinder sammeln, die uns beim Ausladen helfen. </em></p>
<p><em>José zeigt mir den Posten während alle anderen sofort beschäftigt durch die Gegend wuseln…“</em></p>
<p> </p>
<p>Tag 2, Villa Fatima</p>
<p> </p>
<p>Der neue Gesundheitsposten in Villa Fatima wurde durch Finanzierung von Medizinische Hilfe Bolivien e.V. nach sechs Monaten Bauzeit im Januar dieses Jahres an das Dorf übergeben. Die Behandlung durch unser Ärzteteam in einem der modernsten und am besten ausgerüsteten Posten im Amazonasgebiet war ein voller Erfolg. Bis spät im den Abend wurden die Patienten behandelt. </p>
<p> </p>
<div class="mceTemp mceIEcenter"> <img class="alignright size-medium wp-image-437" title="100_0327" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/100_0327-300x225.jpg" alt="100_0327" width="300" height="225" />
<dl id="attachment_437" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Patienten vor dem Posten in Villa Fatima</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: center;"> </p>
<p>Tag 3, Cachichira und Copacabana</p>
<p> </p>
<p><em>„…Außer den Schildkröten-Spuren sehen wir heute morgen zahlreiche Kaimane oder Alligatoren, die in der Morgensonne sitzen. Ziemlich beeindruckend, diese Viecher.</em></p>
<p><em>Als wir in Cachichira ankommen, besetzen wir auch hier die Schule und machen uns auf die Suche nach Menschen, da in den Hütten am Fluss nur ein altes Ehepaar lebt. Es ist ziemlich unheimlich muss ich sagen, es gibt zahlreiche Hütten entlang des Dschungelpfades, aber alle sind leer und zugenagelt, bis auf eine, in der eine Familie lebt. Es ist ein regelrechter “Hof”, mit Schafen, Schweinen, Hühnern, einem Papagei und endlosen Obstbäumen. Wir werden freundlich begrüßt und gleich bewirtet, außerdem dürfen wir uns wie wir wollen an den Bäumen bedienen, so kommen wir eine halbe Stunde später mit Papayas, Bananen, Pomelos, Kokosnüssen und Karambolen beladen wieder an der Schule an. Kurz darauf erscheint auch die Mutter mit ihren Kindern und alle werden durchgecheckt. Zwei der Jungs kriegen einen Zahn gezogen, und dann sind wir auch schon fertig. </em></p>
<p><em>Nachmittags geht es dann weiter nach Copacabana, wo wir auch übernachten werden. Hier leben zwei Familien, also auch nicht all zuviel zu tun, den meisten Trubel gibt es beim Impfen der Hunde, da das Einfangen sich als äußerst schwierig erweist…“</em></p>
<div id="attachment_443" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-443" title="100_0409" src="http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/100_0409-300x225.jpg" alt="100_0409" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Behandlung im Dorf</p></div>
<p> </p>
<p>Tag 4, Tres Hermanos</p>
<p> </p>
<p><em>“…Wir sind um kurz nach sieben auf dem Fluss, da wir noch ein ganzes Stück Weg vor uns haben und es in 3Hermanos wohl auch mehr Menschen gibt. Wir essen Schildkröten-Tortillas unterwegs, und ich muss zugeben, dass sie gar nicht so schlecht schmecken, auch wenn ich ein schlechtes Gewissen habe. </em></p>
<p><em>Als wir anlegen stellt sich heraus, dass das Dorf gar nicht am Fluss liegt, sondern ein bisschen landeinwärts, also lädt sich jeder voll und ab geht ess in den Dschungel. Diesmal so richtig Dschungel, mit Schmetterlingen, riesigen Bäumen, knallbunten Blüten… und tierisch heiß ist es außerdem. Das erste was mir im Dorf auffällt, ist mal wieder der überall vorhandene Fußballplatz, diesmal mit Kühen drauf. Außerdem zeigt uns eines der Kinder ganz stolz einen ausgestopften Jaguar-Schwanz mit dazugehörigen Pfoten, so einem Tier möchte ich echt nicht begegnen, die müssen ganz schön riesig sein. </em></p>
<p><em>Wir behandeln auch hier in der Schule, zwischendurch gehen wir in einem kleinen Fluss baden…“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„…gegen zwei brechen wir dann zur letzten Etappe auf, irgendwie schade, dass es schon vorbei ist, grade hatte ich mich an das Leben unterwegs und die Menschen um mich herum gewöhnt. Aber den Moskitos zu entkommen ist auch reizvoll…</em></p>
<p><em>Gegen vier erreichen wir San Buena und entladen ein letztes Mal gemeinsam das Boot, wobei man sagen muss, dass die meisten unserer Mitreisenden nach dem Gruppenfoto erstaunlich schnell verschwinden und José, Handy, Ivar und ich den Grossteil alleine machen…“</em></p>
<p> </p>
<p>Nach vier Tagen auf dem Fluss können wir auf beachtliche Behandlungszahlen zurückblicken. Der neue Posten ist voll und ganz von der Bevölkerung angenommen worden und selbst aus weit entfernten Dörfern kommen die Menschen nach Villa Fatima um sich behandeln zu lassen.</p>
<p>Insgesamt haben wir 97 Patienten medizinisch und 41 zahnmedizinisch behandelt, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt und Haustiere gegen Tollwut geimpft.</p>
<p>Alles in allem war auch diese Versorgungsfahrt ein voller Erfolg und wir glauben auch unserem Besuch aus Deutschland hat es Spaß gemacht und Inga konnte viele neue Erfahrungen sammeln.</p>
<p> </p>
<p>Ihr Fazit:</p>
<p> </p>
<p><em>„…eine einmalige Gelegenheit, ein Land, seine Menschen und Probleme richtig kennenzulernen, mich selbst zu finden und meinen Blickwinkel mal wieder aufs Wesentliche  zu lenken, neue Freunde zu finden, natürlich auch ein bisschen was für die Uni und meinen zukünftigen Beruf mitzunehmen und und und…</em></p>
<p><em>Ich werde bestimmt irgendwann zum Wiederholungstäter…“ </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Wir bedanken uns bei allen die dieses Projekt unterstützt haben.</p>
<p> </p>
<p>Tim Kalke</p>
<p>Medizinische Hilfe Bolivien e.V.</p>
<p><em> </em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Operationskampagne in San Buenaventura</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 13:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Strumberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Projekte]]></category>

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Die Klapptür aus Holz schließt sich scheppernd hinter mir. Nach langer Zeit stehe ich endlich wieder im Operationssaal. Die Hände nach oben gerichtet, damit das Desinfektionsmittel über die Ellenbogen ablaufen kann. Beißender Geruch von Propylenglycol-Dampf steigt mir in Nase und Augen. Aus meiner Zeit in deutschen Krankenhäusern kenne ich diese Form der Desinfektion nicht mehr, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="width: 100%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 70%;">
<div>
<p align="justify">Die Klapptür aus Holz schließt sich scheppernd hinter mir. Nach langer Zeit stehe ich endlich wieder im Operationssaal. Die Hände nach oben gerichtet, damit das Desinfektionsmittel über die Ellenbogen ablaufen kann. Beißender Geruch von Propylenglycol-Dampf steigt mir in Nase und Augen. Aus meiner Zeit in deutschen Krankenhäusern kenne ich diese Form der Desinfektion nicht mehr, dafür bin ich wohl zu jung. Abe<span lang="de-DE">r wenigstens ist es hier, dank der Klimaanlage, mit 22 Grad angenehm kühl. Draußen brennt die Sonne mit gut 32 Grad. </span></p>
<p><a id="id32" href="javascript:;">[mehr...]</a></div>
<div id="id33">
<p align="justify">Eine kubanische Krankenschwester reicht mir die sterilen Handschuhe an und versucht einen möglichst professionellen Eindruck zu machen. Ich gleite in den OP- Kittel und streife die Handschuhe über. Auf einmal ist alle Nervosität verflogen. Vertraut sind die Einmalartikel aus Deutschland, die ich selbst vor ca. einem Jahr bei einem Besuch im Freudenberger Lager von Medizinische Hilfe Bolivien in Kartons verpackt habe, damit sie mit den anderen Spenden den langen Weg bis in den bolivianischen Urwald antreten konnten.</p>
<p align="justify">Der Instrumenten- Tisch ist schnell gedeckt, ich bin bereit für die OP.</p>
<p align="justify">Mein Blick streift durch den Saal. Vertraut ist mir das Gesicht des Patienten. Vor gut einer Woche habe ich ihn bei einer medizinischen Versorgungsfahrt in einem nahegelegenen Dorf kennen gelernt. Eine Beule groß wie ein Golfball hat er oberhalb des Bauchnabels – eine Bauchdeckenhernie. Nichts schlimmes, ein kleiner Eingriff. Routine in Deutschland. Hier aber macht es das Leben des Patienten zur Hölle. Er kann die schwere Feldarbeit nicht mehr bewältigen und die Existenz seiner ganzen Familie steht auf dem Spiel.</p>
<p align="justify">Unter normalen Umständen kann er sich die 150 Euro teure Operation und die Medikamente nicht leisten. Aber er hat Glück, er ist einer der Patienten, die für die Operationskampagne ausgewählt wurden und nun kostenlos behandelt werden.</p>
<p align="justify">Die Möglichkeit erhielt er nicht nur durch die Hilfe von Medizinische Hilfe Bolivien, sondern vor allem durch zwei weitere Personen. Simone Ludat, Fachärztin für Anästhesie und Birgit Bucheli, Fachkrankenschwester für Anästhesie, beide aus der Schweiz und als freiwillige Helfer für zwei Wochen hier vor Ort für den Verein tätig.</p>
<p align="justify">Begonnen hat die Kampagne schon vor gut zwei Wochen, als ein großes Paket aus der Schweiz ankam. Der Inhalt: Verbrauchsmaterialen für Narkosen im Wert von mehreren tausend Euro. Gesammelt und gespendet von Birgit, Simone und Ihren Kollegen aus der Schweizer Klinik.</p>
<p align="justify">Von der Gemeindeverwaltung San Buenaventura bekommen wir überraschenderweise kurz vor Beginn der Kampagne die Nachricht, dass sie die Narkosemittel bezahlen wollen. Liegt es an den bevorstehenden Wahlen oder an der Hoffnung auf <span lang="de-DE">weitere  Kampagnen? Wir wissen es nicht. </span></p>
<p align="justify">Der Verein spendet Medikamente wie Antibiotika und Schmerzmittel und bezahlt den Sauerstoff <span lang="de-DE">für die Operationen. Dieser musste in recht altertümlich anmutenden Flaschen aus dem 200 Km entfernten Caranavi nach San Buenaventura gebracht werden.</span></p>
<p align="justify">Das im Dezember angekommene Narkosegerät haben Jacqueline, Simone und Birgit vor ein paar Tagen zusammen gebaut. Dabei mussten feststellen: wieder einmal geht ohne Improvisation gar nichts, normaler Alltag in Bolivien. Die Anschlüsse der Maschine passen nicht an die alte verrostete Sauerstoffflasche und auch das Narkosegas hat keinen passenden Adapter. Aber nach dem alten Handwerksspruch „Was nicht passt wird passend gemacht“ sind nach einiger Zeit und dem Ideenreichtum der drei auch diese Probleme gelöst.</p>
<p align="justify">Ich sehe die Gesichter von Simone und Birgit hinter dem großen Abdecktuch am Kopf des Patienten verschwinden und das gute alte Sulla Narkosegerät gibt die bekannten „Bip-Bip-Bip“ Töne von sich. Der Patient schläft und wird von den beiden optimal versorgt. Besser könnte er auch in einem europäischen Operationssaal nicht betreut werden.</p>
<p align="justify">Jetzt beginnt für Dr. Rosales, den bolivianischen Chirurgen und mich die Routine, die wir beide gelernt haben. Skalpell, Tupfer, Schere…</p>
<p align="justify">Nach gut einer halben Stunde liegt der Patient wieder in seinem Zimmer und erholt sich. Die Beule an seinem Bauch ist weg. In wenigen Wochen wird er wieder auf dem Feld arbeiten und seine Familie versorgen können.</p>
<p align="justify">Im Namen aller Patienten und des Vereins möchte ich mich noch einmal bei Birgit und Simone sowie Stefan für die tolle Hilfe, den Einsatz und die schöne Zeit die wir zusammen hatten bedanken.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm;" lang="de-DE">Wir werden uns sicher bald wiedersehen…</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span lang="de-DE">Tim Kalke </span></p>
</div>
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		<item>
		<title>Einweihung: Gesundheitsposten Villa Fatima</title>
		<link>http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/?p=200</link>
		<comments>http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/?p=200#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 20:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Strumberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Projekte]]></category>

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11.12.2009 
Der Fluss steht hoch, die Strömung ist unendlich stark und reißt jede Menge Ufer mit sich. Heute soll es losgehen. Das AMEPBO- Team versammelt sich an einer Anlegemöglichkeit für die vorerst letzte Bootsfahrt nach Villa Fatima. 
Mit dieser heftigen Strömung erreichen wir das indigene Dorf schon nach 6 Std. und so kommen wir noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="width: 100%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 70%;">
<div>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">11.12.2009 </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Der Fluss steht hoch, die Strömung ist unendlich stark und reißt jede Menge Ufer mit sich. Heute soll es losgehen. Das AMEPBO- Team versammelt sich an einer Anlegemöglichkeit für die vorerst letzte Bootsfahrt nach Villa Fatima. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Mit dieser heftigen Strömung</span><span lang="de-DE"> erreichen wir das indigene Dorf schon nach 6 Std. und so kommen wir noch bei Tageslicht an.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">In Villa Fatima ist</span><span lang="de-DE"> nur noch eine 2m hohe Böschung zu finden, die in den vergangenen Monaten mit 5m Höhe das Abladen von Zement und Steinen äußerst erschwert hatte. </span></p>
<p align="justify"><a id="id30" href="javascript:;">[mehr...]</a></p>
</div>
<div id="id31">
<p align="justify"><span lang="de-DE">Der Gesundheitsposten</span><span lang="de-DE"> stich stolz aus dem Dorf hervor, er ist leuchtend weiß gestrichen und man erkennt ihn durch die grünen Holzrahmen, als ein Projekt von MHB e.V.. Die Räumlichkeiten sind durch ihre </span><span lang="de-DE">großen Fenster hell und luftig, es ist ausreichend Platz für Behandlungen und Geburtsbegleitung. Nach dem Einrichten des Behandlungsraumes mit den Vitrinen, Regale, Untersuchungsstuhl und Verbrauchsmaterial sind wir richtig begeistert, jetzt ist es ein funktionsfähiger Gesundheitsposten. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Die Krankenschwester</span><span lang="de-DE"> Sofia, die ab Januar hier leben und arbeiten wird, hat uns ebenfalls zur Einweihung begleitet.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">B</span><span lang="de-DE">is zur Einweihung gibt es noch viel Arbeit. Die Solaranlage muss angeschlossen werden und drei Holzständer für die Panels müssen noch  mit der Motorsäge  geschnitten werden.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Auch der Schreiner aus San Buenaventura hat viel Arbeit, die Türen wollen nicht mehr in die Rahmen passen</span><span lang="de-DE"> und müssen nach den rechten Massen gehobelt werden.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Nach getaner Arbeit stellen wir im Gesundheitsposten unsere Zelte auf. Wir setzen uns vor das Gebäude  und betrachten es lang. Soviel harte Arbeit hat sich gelohnt, hier wird vielen Menschen geholfen, Leben gerettet und Leben geboren werden. Der Bau hat einen großen Warteraum der auch als Schulungsraum für Aufklärungskampagnen dient, ein Materiallager in dem auch das Mikroskop steht, ein Patientenbad, ein Behandlungsraum für Untersuchungen und Geburten, eine Apotheke, einen Impfraum und einen Wohnbereich mit Küchenzeile und ein Bad für Personal.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Schon früh kommen die ersten Gäste aus San Buenaventura ins Dorf, der Bürgermeister, Mitglieder des Stadtrates und Verantwortliche des Gesundheitssystems. Vor der ersten Begehung und der Bauabnahme werden noch intern die letzten Detailles besprochen. In der vergangenen </span><span lang="de-DE"> Nacht haben die Dorfbewohner unsere „Mahlzeiten“ gejagt, und zum Frühstück gibt es Reh mit Reis und zum Mittag Tapir mit Bananensuppe. Auch die Bewohner der umliegenden Dörfer, die durch den  Gesundheitsposten mitversorgen werden, kommen zum gemeinsamen Fußballspiel.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Am Abend </span><span lang="de-DE">wird es sehr festlich und die vielen Ansprachen fast zelebriert. Tim Kalke</span><span lang="de-DE">, der Projektleiter, macht  mit seiner Ansprache die Dorfbewohner sensibel für die Arbeit und das Geld, was in so einem Projekt steckt und bittet um einen guten Umgang mit dem Gebäude und der Einrichtung. Er bedankt sich bei allen Beteiligten für Ihre Mithilfe und Unterstützung, bei der Realisierung eines Projekts, das zukunftsweisend ist und das die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung von  sieben Dörfern am Fluss nachhaltig sichert.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Voller Erwartung kommen die Bewohner ins Haus gestürmt, staunen und sind gerührt, wie liebevoll alles für</span><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"> sie</span></span><span lang="de-DE"> gestaltet und eingerichtet wurde. Dann fä</span><span lang="de-DE">ngt es plötzlich an zu regnen, ein Tropenregen, der die geplante Feier buchstäblich ins Wasser fallen lässt. Trotzdem&#8230; Wir machen es uns im Posten gemütlich  und stoßen  vor der Nachtruhe noch ein paar Mal miteinander an.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Projekt: </strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sicherung der Basisgesundheitsversorgung</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">-Bau eines Gesundheitsposten-</p>
<p><strong>Ort: </strong></p>
<p>Villa Fatima, Gemeinde Sana Buenaventura</p>
<p>La Paz Bolivien</p>
<p><strong>Zielgruppe:</strong></p>
<p>indigene Urvölker ca. 570 Personen am Fluss Beni, besonders  Mütter und Kinder.</p>
<p><strong>Zielsetzung:</strong></p>
<p>medizinische Grundversorgung sicherstellen Aufklärungsarbeit in Gesundheit und Hygiene</p>
<p><strong>Projektleiter:</strong></p>
<p>Tim Oliver Kalke</p>
<p><strong>Projektkosten:</strong></p>
<p>59.624,00 $</p>
<p><strong>Finanzierung:</strong></p>
<p>Medizinische Hilfe Bolivien e.V.<br />
Fundacion Ayuda Medica para Bolivia<br />
Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit</p></div>
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<td style="width: 20%; text-align: center;"></td>
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		</item>
		<item>
		<title>1. Spatenstich für Villa Fatima</title>
		<link>http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/?p=152</link>
		<comments>http://www.samantha-hebel.de/mhb/wordpress/?p=152#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 17:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Strumberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[




Schon gestern fuhren Tim und Christian die erste Materialfuhre mit einem Holzboot über den Fluss Beni nach Villa Fatima. Außer den Beiden an Bord, 50 Säcke mit Zement, jeder 50kg schwer, einige Schubkarren, verschiedene Werkzeuge und wichtige Sachen, die für den Baubeginn benötigt werden. Sie brauchten 14 Stunden bis an ihr Ziel, Villa Fatima, hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="width: 100%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 70%;">
<div>
<p align="justify">Schon gestern fuhren Tim und Christian die erste Materialfuhre mit einem Holzboot über den Fluss Beni nach Villa Fatima. Außer den Beiden an Bord, 50 Säcke mit Zement, jeder 50kg schwer, einige Schubkarren, verschiedene Werkzeuge und wichtige Sachen, die für den Baubeginn benötigt werden. Sie brauchten 14 Stunden bis an ihr Ziel, Villa Fatima, hier wird der Gesundheitsposten entstehen, auf den die Ureinwohner so lange gewartet haben. Die erste Fahrt von fünfzig weiteren Fahrten auf dem Fluss Beni nach Villa Fatima.</p>
<p><a id="id3" href="javascript:;">[mehr...]</a></div>
<div id="id4">
<p align="justify">Heute Morgen machten wir uns auf dem Weg nach Villa Fatima. Wir, das sind Mitglieder des Stadtrates, Krankenhauspersonal aus San Buenaventura und die Mitarbeiter von Medizinische Hilfe Bolivien e.V. . Wir haben heute viel vor. Das große Ereignis, Grundsteinlegung für den Bau des Gesundheitspostens, steht bevor. Natürlich werden wir auch eine kostenlose medizinische und zahnmedizinische Behandlung für die Dorfbewohner von Villa Fatima anbieten, die lebenswichtigen Impfungen und die Kontrolluntersuchung für Babys und Kleinkinder werden durchgeführt.</p>
<p align="justify">In Villa Fatima werden wir herzlich begrüßt, mit drei Schüssen in die Luft wird unsere Ankunft angekündigt. Das Grundstück, dass uns die Gemeinde zur Verfügung gestellt hat, haben die Männer des Dorfes bereits mit der Machete frei geschlagen und die Reste der Sträucher verbrannt.</p>
<p align="justify">Die Frauen haben extra zur Feier des Tages ein Schwein geschlachtet und auf traditionelle Weise zubereitet.</p>
<p align="justify">Nach der medizinischen Versorgung der Bewohner und einem gemeinsamen Fußballspiel versammeln wir uns alle um das Grundstück herum, auf dem im Dezember der Gesundheitsposten fertig eingerichtet stehen wird.</p>
<p align="justify">Der Ortsvorsteher Eduardo Catagena hält eine kleine Ansprache und bedankt sich im Namen von Villa Fatima für die Sicherstellung ihrer medizinischen Versorgung. Der Stadtrat betont in seiner Ansprache, dass man so ein Projekt nur zusammen schaffen kann und ruft alle zur Mithilfe und Engagement auf. Tim als Projektleiter macht den 1. Spatenstich zur Grundsteinlegung. Er stellt mich als stellvertretende Projektleiterin vor. Voller Überraschung werde ich daraufhin von den Bewohnern mit einem ganzen Paket Dosenbier getauft.</p>
<p align="justify">Leider erst nach erstem Spatenstich und nach der Taufe kommen auch der Bauleiter und die Bauarbeiter mit dem Boot an. Der Bauleiter ist erstaunt und sehr erfreut, über die gute Vorbereitung des Baugrundstückes durch die Dorfbewohner.</p>
<p>Wir feiern die ganze Nacht, tanzen und essen.</p>
<p align="justify">In San Buenaventura geht es direkt weiter, Steine für das Fundament müssen gesammelt und verladen werden, Kies wird beschafft und in Säcke geschaufelt. Die Boote sind täglich unterwegs Villa Fatima &#8211; San Buenaventura &#8211; Villa Fatima, bis Dezember.</p>
</div>
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		<item>
		<title>Jana Pittelkow – mein Volontariat</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 20:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Strumberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volontariat-Berichte]]></category>

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Als ich, in einer kleinen Propellermaschine sitzend, die Nase an die Fensterscheibe gepresst unter mir ein endlos erscheinendes Meer aus dichten Baumwipfeln erblickte, hielt ich die Aufregung kaum noch aus. Nach 2 Tagen Anreise landete ich endlich auf der Graspiste des Flughafens Rurrenabaque. Als die Tür sich öffnete, schlug mir feucht-heiße Luft entgegen. Mir wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="width: 100%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 70%;">
<div>
<p align="justify">Als ich, in einer kleinen Propellermaschine sitzend, die Nase an die Fensterscheibe gepresst unter mir ein endlos erscheinendes Meer aus dichten Baumwipfeln erblickte, hielt ich die Aufregung kaum noch aus. Nach 2 Tagen Anreise landete ich endlich auf der Graspiste des Flughafens Rurrenabaque. Als die Tür sich öffnete, schlug mir feucht-heiße Luft entgegen. Mir wurde schlafartig klar, dass ich angekommen war: Im Amazonasgebiet Boliviens.</p>
<p><a id="id5" href="javascript:;">[mehr...]</a></div>
<div id="id6">
<p align="justify">Am Flughafen wurde ich schon von Tim, dem Arzt Handy und dem kleinen Alejandro erwartet, die mich herzlich begrüßten und mir so gleich ein gutes Gefühl gaben.In den ersten Tagen zeigte mir Tim das Dorf San Buenaventura. Ich wurde herumgefahren, hier und dort vorgestellt und bekam so allmählich ein Bild von dem Ort, in dem ich die nächsten 3 Monate wohnen würde. Irgendwie erschien mir alles noch sehr unwirklich.</p>
<p align="justify">Mein aufgeregt erwarteter erster Arbeitstag stellte sich etwas anders dar, als ich ihn mir vorgestellt hatte: Wegen einer Magenverstimmung verbrachte ich den kompletten Tag im Bett, wurde aber sowohl von José, als auch von Tim und Jacqueline bestens gepflegt, weshalb es mir schon bald besser ging.</p>
<p align="justify">Als ich dann tatsächlich mit dem weißen Kittel (der mir anfangs wie eine Verkleidung vorkam) im Consultorio stand, war ich zunächst beeindruckt davon, wie gut die Praxis ausgestattet war. Eine derart gute Qualität der Geräte und Materialien hätte ich nicht erwartet. Ich wurde von José und der Helferin Yosi in die Abläufe der Praxis eingeweiht und durfte schon nach wenigen Tagen die ersten Handgriffe selbst probieren. Nach ca. 2 Wochen nahm sich Yosi für die restliche Zeit meines Aufenthalts Urlaub und von dort an assistiere ich selbst jeden Tag in der Praxis.</p>
<p align="justify">José war sehr freundlich und geduldig und ließ mich spüren, dass er meine Hilfe wertschätzte. Im Laufe der Zeit entwickelten wir uns zu einem richtig eingespielten Team. Die Arbeit machte mir super viel Spaß und ich lernte unglaublich viel – über den Zahn selbst, über Behandlungen, Geräte, Materialien… und bekam so einen wirklich intensiven Einblick in die Zahnmedizin, der mir in meinem Studium mit Sicherheit weiterhelfen wird.</p>
<p align="justify">Nach einigen Wochen stand das Projekt Quiquibey an. Während José mit einem kleinen Team in den tieferen Regenwald aufbrach, um dort die Menschen in den Communidades zu behandeln, entschied ich mich (nach langem hin- und her) dafür, in San Buena zu bleiben, um in der Zeit die Praxis zu renovieren und noch ein bisschen freundlicher zu gestalten. Ich fertigte zusammen mit José und Tim eine lange Liste an, die wir in den nächsten 10 Tagen Schritt für Schritt abarbeiteten. Wir strichen z.B. die Wände, ließen den Schreibtisch abschleifen, Schubladen neu aufteilen, installierten Licht, verlängerten die Arbeitsfläche, machten ein Rötgenentwicklungsgerät betriebsbereit, organisierten die Patientenkartei neu und vieles mehr. Besonders viel Energie steckte ich in 2 Wandbilder, die ich entwarf, um die Praxis ein bisschen zu verschönern und kinderfreundlicher zu machen: Innen zeichnete ich schematisch den Aufbau eines Zahns, der José zum Zeigen und Erklärungen von Krankheitsbildern und Behandlungen dienen können wird; an die Außenwand malte ich, unter den neugierigen Augen sämtlicher Dorfkinder, einen Kreis aus Zähnen mit praktischen Hinweisen zur Zahngesundheit.</p>
<p align="justify">Mir wurde bei den ganzen Renovierungsarbeiten sehr viel Freiheit gegeben, so dass ich meiner Kreativität freien Lauf lassen konnte und mit Freude und Stolz die gemachten Fortschritte beobachten konnte.</p>
<p align="justify">Gemeinsam mit Jaqueline entwickelte ich das Projekt „Kindertag“, das wir Anfang Juni durchführten. Jaqueline übergab mir gewissermaßen die „Leitung“ für das Kleinprojekt, sie half mir aber überall dort, wo ich Hilfe benötigte und gab mir dadurch Rückhalt. Wir legten mit der Planung los, zusammen mit José überlegte ich mir ein Konzept, wir notierten alle Ideen, besprachen uns zu dritt, veränderten und ergänzten unsere Stichpunkte und hatten schließlich einen genauen Plan aufgestellt.</p>
<p align="justify">Für mich war erstaunlich, wie viele Aspekte man für so ein „kleines“ Projekt bedenken muss. Es fing damit an, schriftlich beim Municipal ein Fahrzeug für den Transport der Kinder zum Consultorio zu beantragen, es mussten Formulare für die Untersuchungen entworfen werden und schließlich malte ich 2 Tage bis tief in die Nacht hinein kleine Bildchen für ein Spiel, das wir mit den Kindern geplant hatten. Parallel zu den Vorbereitungen in San Buena, halfen mir meine Freunde aus Deutschland auf eine großartige Weise: Sie sammelten Spenden für unser Projekt und überwiesen am Ende mehr als 300 EUR auf das Spendenkonto, die wir komplett in das Projekt investieren konnten!</p>
<p align="justify">Ich erinnere mich noch, dass ich am Abend vorher total aufgeregt war und kaum schlafen konnte. Am Tag X spulten wir dann wie geplant das Programm ab, und ich bemerkte, dass ich, obwohl ich geglaubt hatte, alles durchdacht zu haben, doch die ein oder andere Kleinigkeit vergessen hatte. Wir improvisierten an einigen Stellen (eine Fähigkeit, die man in Bolivien hervorragend lernt!) und nahmen die Hilfe der deutschen Gäste in Anspruch. Die Kinder wurden von dem gesponserten Pick-Up gebracht, wir rasten von Programmpunkt zu Programmpunkt und ehe wir uns versahen, waren die Kinder wieder nach Haus gebracht und der Kindertag vorbei. Uns allen hat es Spaß gemacht und wir waren uns am Ende einig, dass es ein toller Erfolg gewesen ist. Wir haben die Kinder über ihre Zahngesundheit aufgeklärt, mit Ihnen gesund gefrühstückt, spielend etwas über zahnfreundliche Ernährung beigebracht, jedes Kind einzeln untersucht und die Eltern anschließend in einem Elternabend über den (zahn-) gesundheitlichen Zustand ihrer Kinder informiert. Aufgrund der Spenden konnten wir Ihnen die für ihre Kinder erforderlichen Behandlungen zum halben Preis anbieten.</p>
<p align="justify">Zu unserem großen Bedauern ist danach jedoch kein einziges Kind zur Behandlung in die Praxis gekommen. Dafür mag es unterschiedliche Gründe geben: zum einen scheint den Eltern das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Zahngesundheit zu fehlen, zum anderen kann es sein, dass selbst der stark vergünstigte Preis für viele Familien nicht ohne weiteres aufzubringen war. Zudem lag die Schule recht weit entfernt vom Consultorio, was sich auch negativ ausgewirkt haben wird.</p>
<p align="justify">Das Projekt soll in der Zukunft mit weiteren Schulklassen und anderen Schulen wiederholt werden – dann allerdings mit anderen Volontären.¬ Denn nach 3 Monaten war die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen: Ein Flug nach Brasilien und weitere Reiseerfahrungen warteten auf mich.</p>
<p align="justify">Ich hatte eine unvergessliche Zeit in San Buena, für die ich mich bei Iris, Tim, Jaqueline, Handy und ganz besonders bei José bedanken möchte. Ich habe euch und das Projekt in den 3 Monaten sehr gut kennen gelernt und bin überzeugt von dem großen Wert eurer Arbeit.<br />
Ihr wisst, wie ihr helfen könnt, weil ihr mittendrin lebt. Eure Hilfe ist zeitnah, effizient und kommt vom Herzen. Danke, dass ich für ein paar Wochen Teil des Ganzen sein durfte!</p>
<p>Macht weiter so! Alles Gute!</p>
<p>Eure Jana</p></div>
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